Organtumorzentren

Zentrum für Uro-Onkologie der Ruhr-Universität Bochum (ZUR)

Im Zentrum für Uro-Onkologie der Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne wurden im Jahr 2019 rund 1.200 Patienten behandelt. Bestandteil des Zentrums sind das Prostatakarzinomzentrum der Ruhr-Universität Bochum im Marien Hospital Herne, das im Jahr 2009 erstmalig zertifiziert wurde, das Harnblasenkarzinomzentrum der Ruhr-Universität Bochum im Marien Hospital Herne sowie das Nierenkarzinomzentrum der Ruhr-Universität Bochum im Marien Hospital Herne. Damit gehört das Zentrum für Uro-Onkologie des Marien Hospital Herne zu den ersten erfolgreich zertifizierten Uro-onkologischen Zentren mit allen drei Entitäten (Prostata, Niere, Harnblase) in Deutschland. Des Weiteren bestehen Schwerpunktbereiche für Hodentumoren und Peniskarzinome. Es wird das gesamte Spektrum der operativen und medikamentösen Uro-Onkologie abgedeckt. Als großes überregionales Zentrum pflegt das Zentrum für Uro-Onkologie Kooperationen mit einem großen Netzwerk urologischer Zuweiser sowie mit peripheren Kliniken.

Leitliniengerecht und qualitätsgesichert
Das Zentrum bietet eine leitliniengerechte, qualitätsgesicherte und ganzheitliche Behandlung von Patienten mit uro-onkologischen Erkrankungen. Unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen und reibungslosen Therapieverlauf ist dabei eine enge zeitliche und organisatorische Koordination zwischen den beteiligten Kliniken und Instituten. Sichergestellt wird dies durch eine tägliche Indikationskonferenz sowie eine wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz.

Ganzheitliches Behandlungskonzept
Neben der ärztlichen und pflegerischen Betreuung der Patienten in der Klinik für Urologie, wird eine umfassende und nachhaltige Behandlung durchgeführt und gefördert. Folglich besteht eine enge Zusammenarbeit mit den unterstützenden Bereichen, wie der Psychoonkologie, dem Sozialdienst, der Physiotherapie, der onkologischen Pflege und der Ernährungsberatung. Auch in der ambulanten Nachbetreuung sind diese Kooperationspartner für die psychische und physische Gesundheit der Patienten von großer Bedeutung. Dies gilt auch für die palliative Therapie der Patienten.

Operative Expertise
Besonders hervorzuheben ist die operative Expertise des Zentrums im Bereich der Radikalen Prostatektomie / Radikale Zystoprostatektomie. Mit 662 Operationen im Jahr 2019 zählt das Zentrum zu den drei führenden in Deutschland auf diesem Gebiet.

Eine der größten urologischen Kliniken Deutschlands
Zu der Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Noldus gehören die Unterabteilung für Neuro-Urologie und roboterassistierte Urologie. Eine weitere Unterabteilung für Translationale Uro-Onkologie ist von der Ruhr-Universität Bochum bewilligt.
Mit rund 90 Betten ist die Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne eine der größten urologischen Kliniken in Deutschland. Im Jahr 2019 wurden hier 6.350 stationäre Fälle behandelt.

Schonende Behandlungsmethoden mit modernster technologischer Ausstattung
Die Klinik für Urologie verfügt über zwei Operationsrobotersysteme der neuesten und modernsten Generation (DaVinci Xi, DaVinci X). Die Roboter-Technologie wird hier seit 2009 routinemäßig als minimal-invasives Verfahren für verschiedenste urologische Operationen wie der radikalen Prostatektomie, der radikalen oder organerhaltenen Nephrektomie sowie bei Nierenbeckenplastiken oder Inkontinenzoperationen angewandt. Diese Operationsmethode bietet zahlreiche Vorteile, die zu einer schnelleren Genesung des Patienten nach dem Eingriff führen: Neben der großen Genauigkeit des Systems, handelt es sich um ein sehr schonendes Verfahren mit geringem Blutverlust, da für den Zugang je nach Operation nur vier bis sechs kleine Hautschnitte notwendig sind. Zudem besteht durch diese kleineren Zugänge ein geringeres Wundinfektionsrisiko und auch die Narbenbildung ist gering, da der Verschluss durch extradünne Fäden aus selbstlöslichem Material erfolgt.

Zur weiteren Ausstattung der Klinik zählen eine eigene Intermediate-Care-Betteneinheit, zwei festinstallierte endo-urologische OP-Säle mit radiologischer Diagnostikeinheit, eine weitere radiologische Diagnostikeinheit in der urologischen Ambulanz sowie vier urodynamische Messplätze. Zudem kommt hier ein 3D-semirobotisches Prostata-Fusionsbiopsiesystem zum Einsatz. Damit zählt das Marien Hospital Herne zu den wenigen urologischen Kliniken in Deutschland, die über dieses neueste Verfahren zur Entnahme von Gewebeproben aus der Prostata verfügen. Es handelt sich um ein semirobotisches Verfahren, das eine Magnetresonanztomographie (MRT) mit einem Live-Ultraschallbild der Prostata verknüpft. Zusätzlich verfügt die Klinik über eine selbstständig betreute uro-onkologische Ambulanz mit assoziierter Studienambulanz sowie ein urologisches Forschungslabor.

Wissenschaft und Forschung
Die Klinik für Urologie umfasst neben dem Lehrstuhl für Urologie der Ruhr-Universität Bochum auch eine Professur für Neuro-Urologie. Eine weitere Professur für translationale Urologie folgt. Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Klinik für Urologie liegt in der Erforschung des Urothelkarzinoms, des Nierenzellkarzinoms sowie des Prostatakarzinoms.
Patientinnen und Patienten der Klinik für Urologie können an zahlreichen klinischen Studien der Phase II und III zum Blasen- und Prostatakarzinom teilnehmen, beispielsweise an den Forschungsprojekten UroFollow und PRIAS.

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