Organtumorzentren

Geriatrische Onkologie

Das Geriatrische Zentrum in Herne (Leitung Onkologie: Prof. Strumberg) ist maßgeblich am Entwurf und an der Umsetzung von Strukturen beteiligt, die geriatrischen Patienten mit onkologischer Erkrankung optimale Therapiekonzepte ermöglichen. Zusätzlich stehen eine frühe Erfassung des Patientenumfeldes und eine interdisziplinäre Planung von Aufnahme, Diagnostik und Therapie – unter besonderer Berücksichtigung der geriatrischen Situation –  im Vordergrund.

Kooperation zwischen Spezialisten
Im Zentrum für Geriatrische Onkologie des Marien Hospital Herne arbeiten die Medizinische Klinik III – Hämatologie / Onkologie (Leitung Prof. Strumberg) sowie die Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation unter Leitung von Prof. Dr. Rainer Wirth eng zusammen. Die Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation ist auf die Diagnostik und Therapie von akuten oder chronischen Erkrankungen älterer Patienten spezialisiert. Eine Behandlung kann stationär oder teilstationär erfolgen.

Das Zentrum vereint somit die onkologische und die geriatrische Expertise, die es ermöglicht, den besonderen Behandlungsanforderungen älterer Patienten mit Tumorerkrankungen gerecht zu werden.

Berücksichtigung von Begleiterkrankungen bei der Tumortherapie
Der therapeutische Umgang mit geriatrischen Tumorpatientinnen und -patienten wird durch häufige, medizinisch-relevante Begleiterkrankungen verkompliziert, hinzu kommen altersspezifische Einschränkungen, wie z. B. Sturzneigung oder eingeschränktes Seh- und Hörvermögen. Patientinnen und Patienten jenseits des 65. Lebensjahres leiden durchschnittlich an 3–5 Komorbiditäten, die eine individuell ausgerichtete, personalisierte multimodale Therapiegestaltung erfordern. Diese darf nicht nur die tumorbezogene Therapie im engeren Sinn umfassen, sondern erfordert auch eine Erfassung, Abklärung und Behandlung der Komorbiditäten. Zudem ist eine exakte Erhebung der Begleitmedikationen notwendig, weil häufige Interaktionen zwischen der antitumoralen Therapie und den Medikamenten zur Behandlung der Komorbiditäten zu einem Sicherheitsrisiko führen können.

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